© 2013 CC Silvaplana
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10 Fragen |
an Gret Leuthold, CC Parpan
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Es war erstmals 1989, als Gret Leuthold unter der
Flagge vom CC Stäfa während der COPPA ROMANA
auf dem Silvaplaner-Eis stand. Sie feiert bei der
bevorstehenden 46. Austragung ihre 25. Teilnahme
mit dem CC Parpan.
Wenn jemand für den Curlingsport lebt, dann gehört
Gret Leuthold mit Sicherheit dazu. Ehemals hatte
sie eine Funktion als Sekretärin beim Media Chef
Mark Zeugin vom Schweizerischen Curling Verband
SCV und führte den Verbands-Shop vom SCV. Ein
permanentes Engagement bei Rollstuhlcurling-
Veranstaltungen, ein aktives Mitglied beim
CC Küssnacht am Rigi, auffällig humorvoll und
liebenswürdig und trotzdem unauffällig und dezent
auf- und neben dem Eis. So wirkt sie und ist eben
unsere Lady Leuthold. |
- Gret Leuthold, Sie können stolz sein, als 3.
Lady für die 25. Teilnahme geehrt zu werden! Wir
gratulieren herzlich. Welchen Ansporn hatten und
haben Sie noch, um so viele Jahre nach Silvaplana
zu reisen?
Einer der Hauptgründe für «immer wieder
SIILVAPLANA – immer wieder COPPA ROMANA»
besteht darin, dass ich weiss, dass ich immer wieder
bekannte Curlerinnen und Curler aus der ganzen
Schweiz hier antreffen werde. Natürlich vermittelt
auch die Grösse des Turniers eine einmalige
Ambiance auf die nur schwer zu verzichten ist.
- Mögen Sie sich daran erinnern, mit wem sie 1989
das Turnier spielten, welchen Platz Sie belegten
und was der sozusagen «der erste wichtige
Eindruck» vom Turnier war?
Für den CC Stäfa mit René Kramer, Ernst Neuen-
schwander und Skip Godi Zürrer erzielten wir den 21.
Schlussrang. Dazumal beteiligten sich 56 Teams und
es war die erste Austragung die unter einem Motto
durchgeführt wurde – nämlich «NOSTALGIE».
Eindrücklich empfand ich die Disziplin bei den
Mannschaften und die straffe Organisation beim
OK. Ich denke, dass mit so vielen Teilnehmern die
vorherrschende unkomplizierte Perfektion sowie
die Aufsehen erregende Fantasie der Schlüssel zum
Erfolg ist.
- Sie engagieren sich in CC Verein und im Curling
Verband. Selbst bei Rollstuhlcurling-Turnieren kann
man Sie als Helferin antreffen. Ein Riesen-
engagement aus Liebe zum Sport oder gibt es
hierzu noch andere Gründe?
Aus Liebe zum Sport und ich freue mich, wenn ich
interessierte Leute zur Ausübung des Curlingsports
animieren kann.
- Beim CC Küssnacht am Rigi sind Sie heute als
Hallen–Spiko tätig. Gelten Sie in allen Bereichen
als unermüdlich?
Ich denke ja. Als Helferin in allen Lagen engagiere ich
mich im Speziellen für Veteranenturniere und deren
Betreuung.
- Wie empfinden Sie die Entwicklung der COPPA
ROMANA von 1989 bis heute? Hat sich der Charak-
ter der Curler/innen verändert?
Die Grösse des Turniers wurde behutsam bis zum
Maximum von 76 Teams aufgebaut. Der Charakter
hat sich insofern erfreulicherweise geändert, dass
junge Spieler immer mehr den «Spirit of Curling»
nachleben.
- Sie haben Silvaplana im Winter kennen gelernt.
Wissen Sie wie schön sich das Engadin in den
anderen Jahreszeiten präsentiert?
Ich besuche das Engadin seit ein paar Jahren auch
im Sommer / Herbst und bin von der Schönheit der
Natur begeistert.
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- Welche sind Ihre drei markantesten Erinnerungen
anlässlich der COPPA ROMANA?
Da ich Schottland-Liebhaberin bin, haben mich die
Austragungen mit den Mottos «TATTOO» und «COPPA
CLAN» sehr angetan und behalte sie darum in guter
Erinnerung. Die Kreation des COPPA ROMANA-
Tartans 2013 mit deren Erfassung im «Scottish
Register of Tartan» scheint mir eine traumhafte Idee.
Auch in guter Erinnerung habe ich grundsätzlich die
grosse Arbeit von den einmaligen Rinkbetreuern über
die mit Stolz verrichtete Arbeit der Eismänner bis hin
zum minuziös arbeitenden Wettkampfbüro.
Wetterbedingte Entscheidungen über
Spielkürzungen konnten stets professionell
umgesetzt werden. Die jährlich wechselnden Mottos
sind jeweils grandios umgesetzt und bis ins letzte
Detail durchdacht.
- Das Motto für die 46. Austragung lautet «Ladies
First». Sind Curler Gentlemen?
Diejenigen Curler die ich kenne – ja!
- Hanny Streit (CC Thun) und Vreni Tarnuzzer (CC
Samedan) sind zur Zeit die einzigen Ladies, die für
mindestens 25x COPPA ROMANA geehrt wurden.
Denken Sie ans Aufhören oder gehen Sie auf
Verfolgungsjagd?
Nein, ans Aufhören und an eine Verfolgungsjagd will
ich nicht denken. Ich hatte wie gesagt die COPPA
ROMANA 1989 mit Godi Zürrer erstmals bestritten
und erhielt 1991 zur Absicherung des Startplatzes die
Korrespondenzadresse. Die COPPA ROMANA-Regel,
die 2001 unter dem Motto «POLEPOSITION»
auftauchte, besagt, dass die letztjährigen Teams bei
der Anmeldung den Vorzug erhalten. Ich finde dies
eine faire Lösung und damit will ich sagen, dass
wenn so Gott will, ich auch in Zukunft als aktive
Spielerin auf das weltgrösste Curling Open Air
Turnier in Silvaplana freuen kann.
- Möchten Sie noch etwas erwähnen, wovon hier
noch nicht die Rede war, oder haben Sie
wegweisend gute Tipps?
Die Preisverteilung ist ein Höhepunkt und die
Anwesenheit ein «must». Die immer wieder gut
aufspielende Musikgesellschaft von Silvaplana, die
Dekoration, die Schulkinder anstelle von
Ehrendamen sind phantastisch. Markant sind vor
allem kurze und prägnante Reden sowie die nie und
in keiner Form überheblich wirkenden Verantwortlichen im OK.
Bescheidenheit, Unermüdlichkeit, Gemütlichkeit,
Einfallsreichtum und Gastfreundschaft gehören zu
den COPPA-Schlagwörtern. VENI VIDI VIVA.
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